5 Tipps zum Überleben in München & wie du deine Reisekasse aufbesserst*

Studenten aufgepasst!

  1. After-Flohmarkt-Picking
  2. Kleidertauschparties
  3. Foodsharing und die App „To good to go”
  4. Ernährungsupgrade mit Wildkräutern
  5. Repair Café

  1. After-Flohmarkt-Picking

Ich nenne es mal After-Flohmarkt-Picking: Indem du z. B. auf die Hof- und Gartenflohmärkte gehst, die im Sommer immer in verschiedenen Stadtvierteln Münchens stattfinden, kannst du jede Menge Geld sparen. Gerade im Bereich Kleidung, Bücher, Geschirr und Spielsachen wird man da schnell fündig. Dies klingt auf den ersten Blick etwas seltsam, aber wenn du dein Sparverhalten radikalisieren möchtest und gar kein Geld ausgeben möchtest, kannst du ca. eine Dreiviertelstunde nach dem offiziellen Ende des jeweiligen Flohmarktes durch die Straßen spazieren – bis dahin haben die meisten bereits ihre Sachen wieder zusammengeräumt, sind in ihr Haus verschwunden und viele Dinge zu Verschenken sind in Kisten vor die Tür gestellt.

Hier ein kleiner Eindruck von einem einzigen (!) After-Flohmarkt-Besuch Mitte 2019, bei dem ich zufällig einige Dinge, die ich gut brauchen konnte, gefunden habe:

Lesestoff kostenlos vom Flohmarkt (Quelle: eigenes Foto)
Reiseführer kostenlos vom Flohmarkt(Quelle: eigenes Foto)
Bild kostenlos vom Flohmarkt(Quelle: eignes Foto)
Kissen (zerknittert, da bereits von mir gewaschen) kostenlos vom Flohmarkt(Quelle: eigenes Foto)
Lampe kostenlos vom Flohmarkt(Quelle: eigenes Bild)
Für den kostenlosen Stuhl vom Flohmarkt musste ich eine Extrarunde drehen, war aber nur ca 50m von meiner Wohnung entfernt(Quelle: eigenes Bild)
Kostenlose Schmuck- oder Makeupschatulle(Quelle: eigenes Foto)
Kostenlose Vorratsdose vom Flohmarkt wird demnächst das Zuhause für meine Haferflocken(Quelle: eigenes Foto)
Kostenloses Longtop vom Flohmarkt(Quelle: eigenes Foto)
Kostenlose Jacke in einer meiner Lieblingsfarben vom Flohmarkt(Quelle: eigenes Foto)
Kostenlose Seidenbluse vom Flohmarkt(Quelle: eigenes Foto)

Ich habe bei solchen Spaziergängen sogar neben sehr oft Büchern, Geschirr oder Businesskleidung bereits ein kleines Kinderfahrrad sowie mehrere Male Kindersitze oder auch einen Drucker zu verschenken gesehen. Bei Büchern lohnt es sich oft z. B. spezielle Fachbücher über ein Thema oder auch z. B. Sachbücher über historische Kriege mitzunehmen, da man diese gut entweder auf ebay-Kleinanzeigen oder auch im Internet an einen Händler von gebrauchten Büchern wie z. B. Momox verkaufen kann. Die meisten Romane hingegen werden im Internet eher nicht angekauft, da meist ein hoher Lagerbestand vorhanden ist.

Meiner Erfahrung nach war für Ebay Kleinanzeigen Januar der beste Monat, indem ich ca 20 Euro verdient habe; mit einer Kiste von 33 Büchern, die kostenlos von mir zu Wunschtermin abgeholt wurde,  habe ich ausserdem bei Momox knapp 47 Euro verdient. Ihr seht, das Geld liegt auf der Straße 😊, man muss sich nur die Mühe machen, es aufzusammeln. Bestimmt werden jetzt einige von euch denken, dass es peinlich ist, in Kisten mit Dingen zu Verschenken herumzuwühlen – dazu kann natürlich jeder seine Meinung haben.

Meine eigene Ansicht ist, dass dies eine gute Möglichkeit ist, beim Samstagsspaziergang ein neues Münchner Stadtviertel kennenzulernen und nebenbei ein paar Schätze zu entdecken (ich habe oft Bücher gefunden, die ich schon immer mal lesen wollte) und dies auch noch kostenlos. Als Beitrag zur Nachhaltigkeit sehe ich auch, dass ich die Bücher, die ich dann bereits gelesen habe oder nicht im Internet verkaufen konnte, an den Büchershop von Oxfam für einen guten Zweck gespendet habe.

2. Kleidertauschparties

Nutze Kleidertauschparties! Die Grundidee hinter diesem Konzept ist, dass man los wird, was man an guterhaltener Kleidung und Accessoires nicht mehr brauchen kann und mitnehmen kann, was gefällt. Und dies völlig kostenlos und manchmal auch in ein wenig Partyatmosphäre mit Musik und Snackimbiss. Inzwischen gibt es in München einige verschiedene Veranstalter und einige verlangen seit einiger Zeit auch ca 2-3 Euro für den Eintritt – dafür machen sich aber z. B. die Helfer in der Glockenbachwerkstatt die Mühe, die Kleidung, die man abgibt, nach einem Punktesystem zu bewerten. So erhält man z. B. für ein abgegebenes Top einen Punkt und für einen Mantel 3 Punkte. Für die erreichte Punktanzahl kann man sich dann neue Kleidung aussuchen. Der Vorteil von Parties mit Punktesystemen ist die meist höhere Qualität der Kleidung.

So funktioniert Kleidertausch

Im Ursprung war der Gedanke von Kleidertausch aber, dass man, egal ob man überhaupt etwas mitbringt oder wieviel, sich beliebig neue Sachen aussuchen kann. In der Regel gibt es verschiedene beschriftete Tische, auf denen die Kleidung nach Kategorien wie z. B. Hosen, Kleider, T-Shirts usw. verteilt wird und durch die man sich dann ungezwungen durchwühlt. Ein besonders schönes Ambiente ist, wenn die Veranstaltung im Sommer manchmal in einem Park im Freien stattfindet, denn da hat man mehr Platz und ausserdem werden meist auch Spiegel und Umzugskabinen bereitgestellt. Die Kleidung, die vom Kleidertausch übrig bleibt, wird für einen guten Zweck gespendet.

Niedrigere „Trennschwelle“ von Schrankhütern

Somit eine Win-Win-Situation, die mehrere Fliegen mit einer Klappe schlägt: Man wird los, was einem nicht mehr gefällt oder man nicht brauchen kann, bekommt kostenlos neue Kleidung und leistet damit einen Beitrag zu Nachhaltigkeit und – in Form der Restkleidung, die gespendet wird – auch zu Charity. Ich kann Kleidertauschparties sehr empfehlen – tatsächlich stammt ca dreiviertel der Kleidung, die ich besitze, inzwischen von dort; vor allem meine Businesskleidung. Kleidertauschparties machen es möglich, ohne Geld auszugeben viel Abwechslung in den Kleiderschrank zu bringen. Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass man sich leichter von Sachen trennen kann, die man eigentlich nicht benötigt, z. B. nagelneue Fehlkäufe usw., weil man die Erfahrung macht, dass sich jemand anderes sehr darüber freuen kann und man selber ja auch immer wieder etwas für sich findet.

3. Foodsharing & “To good to go”

Probiere Foodsharing und die App „To good to go” aus! Man kann sich auf https://foodsharing.de/ – natürlich kostenlos – als Mitglied der Community registrieren und bekommt dadurch Zugang zu kostenlosen Lebensmitteln oder kann sich selbst als sogenannter Foodsaver aktiv engagieren, indem man überzählige Lebensmittel von Betrieben und Privathaushalten vor der sinnlosen Entsorgung „rettet“ bzw. selbst übriges Essen z. B. vor dem Urlaub abholen lässt. Zudem existieren sogenannte Fair-Teiler, eine Art öffentliche Kühlschränke, in die man kühlungsbenötigende Nahrungsmittel hinbringen bzw. aus denen man sich kostenlos bedienen kann. Die Grundidee von Foodsharing ist, dass durch sinnvolle Umverteilung  bzw. Zugänglichmachen von nicht benötigten Lebensmittel für die Öffentlichkeit Lebensmittelverschwendung reduziert wird. Eine sehr sinnvolle Einrichtung, wenn man bedenkt, dass zirka die Hälfte der produzierten Lebensmittel in Deutschland im Müll landen.

Kostenloser alternativer Münchener Stadtspaziergang zum Thema „Food“

Sehr zu empfehlen ist in München auch der alternative Stadtspaziergang (kostenlos auf Spendenbasis) mit dem Motto „Food“, bei dem du generell viele nützliche Tipps, Infos und Einblicke in plastikfreie Einkaufsläden wie z. B. „Unverpackt“ und andere nachhaltige lokale Einrichtungen wie das Kartoffelkombinat erhältst und nette umweltbewusste junge Leute kennenlernen kannst.

Geld sparen & Essen retten mit der App „To good to go“

Dort habe ich z. B. zum ersten Mal auch von der App „To good to go“* gehört, die man sich herunterladen kann und die anzeigt, wo man sehr günstig überzähliges Essen von Restaurants für nur wenige Euro oder auch Nahrungsmittel vom Biosupermärkten zu reduziertem Preis in der Nähe bekommen kann. Man kann sich dabei anzeigen lassen, wo in der Nähe etwas verfügbar ist und es dann auswählen und abholen. Die Win-Win-Situation besteht darin, dass du für einen warmes Restaurantessen nur ca durchschnittlich 4 Euro zahlst anstatt normal oft das Dreifache und die Betriebe das Essen nicht einfach sinnlos wegwerfen müssen und wenigstens noch ein paar Euro dafür bekommen.

Beetpatenschaft

Wenn du selbst Lust zum Garteln in der City hast, um selbstgesähtes und gezogenes Gemüse für den Eigenbedarf zu ernten, kannst du dich z. B auf der Seite von Green City e. V. für eine sogenannte „Beetpatenschaft“ für das kommende Jahr registrieren. Dann darfst du dich in einer Saison (März bis November) bepflanzungstechnisch auf zwei Quadratmetern austoben und deine eigene gesunde Ernte einfahren.

4. Ernährungsupgrade mit Wildkräutern

Wildkräuter sind kostenlos & vitalstoffreich: Lerne bei Wildkräuterführungen, welche Pflanzen du in deine Ernährung for free einbauen kannst – wusstest du, dass die meisten Wildpflanzen ein Vielfaches mehr an lebenswichtigen Spurenelementen und Vitaminen liefern als Kulturpflanzen aus dem Supermarkt? Somit investierst du, indem du ein paar mehr Pflanzen als Brennessel oder Scharfgarbe sicher zu bestimmen lernst, auf lange Sicht nicht nur in deine Sparbüchse, weil du künftig weniger kaufen musst, wenn du in der Natur zu sammeln beginnst, sondern auch in deine Gesundheit!

Iss mich!(Quelle: eigenes Foto)

Es gibt von der VHS München aus viele Angebote zu Wildkräuter-sowie Pilzwanderungen. Auf Facebook gibt es auch die Gruppe „Essbare Wildpflanzen roh-vegan“ mit der Wildkräuterexpertin und Autorin Christine Volm* (https://www.facebook.com/groups/215039808563760/), in der man Exkursionstermine erfährt oder auch Wissenswertes über verschiedene Pflanzen je nach Saison sowie natürlich leckere attraktiv aussehende „rohköstliche“ Rezeptideen.

5. Repair Café

Repair Café: Das Motto lautet Reparieren statt Wegwerfen. Hier bekommt man kostenlose Hilfe von Experten und lernt manchmal nebenbei noch dazu, sich in Zukunft selbst zu helfen, anstatt Probleme nur mit Geld oder Konsum in Form von Neukauf lösen zu können. Besonders auf lange Sicht profitiert man davon, mehr und mehr Alltagsprobleme auch ohne finanziellen Input zu lösen und entwickelt sich weiter. Dies kann sehr praktisch sein und man kann viel Geld sparen, indem man ein Repair Cafè besucht, wenn man z. B. einen Laptop neu aufsetzen oder reparieren muss.

*unbezahlte Werbung

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